VPN-Anbieter zum Schutz der Privatsphäre

Kommunikation und Datenaustausch über das Internet gehören für Firmen, wie auch für Privatleute längst zum Alltag. Mit einer verfügbaren Internetverbindung können die geschäftlichen E-Mails von überall auf der Welt abgefragt, die aktuellsten Informationen empfangen oder weitergegeben werden. Wie wichtig dabei die Sicherheit ist, zeigen nicht erst die Skandale rund um die Überwachung durch Geheimdienste, welche den Berichten zufolge auf diesem Wege auch Wirtschaftsspionage betreiben. Seit es Netzwerkkommunikation gibt, versuchen Kriminelle mit Hilfe von Viren, Trojanern und Co an verwertbare Daten anderer zu gelangen, die sie elektronisch ablesen oder manipulieren. Zwar lässt sich innerhalb des Internets keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten, doch kann mit einigen grundsätzlichen Maßnahmen ein effizienter Schutz der Daten erreichet werden. Aufwendige Verschlüsselungsalgorithmen machen es Unbefugten schwer, auf sensible Daten zuzugreifen.

Sichere Kommunikation im eigenen Netzwerk
So genannte Virtual Private Networks (VPN) ermöglichen es, einer Gruppe von Nutzern, z. B. den Mitarbeitern eines Unternehmens, verschlüsselte und anonymisierte Verbindungen etwa zur Firmenzentrale herzustellen. Dazu wird zuerst eine virtuelle IP-Umgebung erzeugt. Wird eine Verbindung zu einem anderen Rechner innerhalb des VPN hergestellt, übernimmt der Client die Verschlüsselung der Daten und versteckt diese in einem anderen Datenpaket. Beim Empfänger, z. B. dem Server der Firmenzentrale, wird dieses Paket entschlüsselt und weiterverarbeitet. Die gängigen Protokolle, die in einem solchen Fall für die Sicherheit in öffentlichen Netzwerken sorgen, sind das Layer-2-Tunneling-Protocol (L2TP), IPsec, Point-to-Point-Tunneling-Protocol (PPTP) und OpenVPN.

Die Einrichtung eines VPN
Für die Einrichtung eines Virtual Private Networks gibt es mehrere Möglichkeiten.
Viele mittlere und große Unternehmen beauftragen einen externen Dienstleister, der auf VPNs spezialisiert ist. Zahlreiche Anbieter, wie CyberGhost, switchvpn, VPN-Tunnel und viele andere bieten professionelle Lösungen zur verschlüsselten und anonymisierten Internet-Kommunikation. Sie übernehmen den Aufbau der Infrastruktur des VPN und bieten oft einen umfassenden Service im Falle von Störungen oder beim Aus- und Umbau des Netzwerks.
Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass damit die Kontrolle über das eigene Virtual Private Network aus der Hand gegeben wird und zudem regelmäßige und oft sehr hohe Kosten entstehen.

VPN selber verwalten
Alternativ zu Fremdanbietern kann mit den richtigen Einstellungen bzw. dem entsprechenden Equipment jedoch auch ein eigenes VPN eingerichtet werden, z. B. mit dem VPN-Client von Windows. Dies muss bei der Software basierten Variante allerdings auf jedem einzelnen Rechner, der auf das Netzwerk zugreifen soll, zunächst konfiguriert werden, was bei vielen Nutzern einen hohen Aufwand mit sich bringt. Zusätzlich muss der eigene Server entsprechend eingerichtet werden, was für den IT-Spezialisten jedoch i.d.R. keine allzu große Mühe bedeuten sollte. Einfacher, aber auch teurer, ist die Hardwarelösung. Anstatt das entsprechende Programm auf jedem PC zu installieren, kommen hier Router und Firewall-Lösungen mit einer VPN-Funktion zum Einsatz, sogenannte VPN-Gateways. Bei der Wahl des Gateways in der Firmenzentrale muss dabei auf dessen Kapazität geachtet werden, da sie je nach Modell nur eine begrenzte Anzahl von VPN-Tunneln parallel unterstützen. Greifen viele Außenmitarbeiter gleichzeitig auf das Firmennetzwerk zu, kommt es hier schnell zu Engpässen.

Aufgrund der Komplexität und des hohen Aufwandes eignen sich externe VPN-Dienstleister am besten für große Unternehmen mit mehreren Standorten. Kleinere Firmen oder Gruppen können sich dagegen ein eigenes Virtual Private Network einrichten und so langfristig Kosten sparen. Wer ein selbst administriertes VPN betreibt, sollte sich allerdings in der Materie gut auskennen oder über eine eigene IT-Abteilung verfügen, um eventuell auftretende Störungen schnell beheben zu können.